Kreditnehmer nehmen sich häufig einen Kredit, um ein Auto oder eine Immobilie zu finanzieren. Eine sichere Anlage muss es sein, denn der Kredit muss in einer bestimmten Zeit mit Zinsen zurückgezahlt werden. Einen Kredit aufzunehmen, um mit Aktien oder am Devisenmarkt zu spekulieren, kommt eigentlich nie vor. Kein Kreditgeber würde bei einem Geschäft mit einem so großen Risiko mitmachen. Daher findet man im Umfeld des Forex-Handels viele Investoren, die mit Geld spekulieren, welches bereits vorhanden ist. Man sollte als privater Investor immer nur Geld nehmen, wenn man einen Überschuss verzeichnen kann. Auf keinen Fall sollte jedoch das Kapital genutzt werden, welches man zum Leben braucht oder wovon die Existenz abhängt, weil das Risiko einfach zu hoch ist.
Viele vermögende Anleger investieren ihr Geld sowohl in Aktien als auch in Immobilien und Fonds. Es gibt jedoch eine weitere sehr interessante Assetklasse – die Devisen. Wer hier investiert, kauft und verkauft verschiedene Währungen, um hiermit Gewinne zu erzielen. Der Devisenmarkt, der auch als Foreign Exchange oder kurz Forex bezeichnet wird, ist hierbei natürlich hoch spekulativ, denn nicht selten unterliegen die Währungen starken Schwankungen.
Diese Schwankungen können zum einen in der Wirtschaftsleistung eines Staates begründet sein, sie können aber auch aufgrund des dortigen Zinsniveaus bzw. der politischen Lage beruhen. Als Beispiel hierfür sei die USA genannt, deren Wirtschaftsleistung sinkt und deren Zinsniveau deutlich niedriger ist als in Europa. Anleger investieren daher vorzugsweise in Euro, wodurch der Wert des US-Dollar sinkt. Da Wertveränderungen einer Währung sehr kurzfristig entstehen können, müssen Händler schnell reagieren. Für den Handel muss man einen guten Forex Broker suchen. Über einen Broker Forex zu handeln, ist eigentlich sehr einfach, denn die meisten bieten dafür eine umfangreiche Software mit Realtime-Kursen an. Nicht selten werden Kauf- und Verkaufsaufträge binnen weniger Minuten ausgeführt. Natürlich ist es aber gleichzeitig möglich, langfristig in einer Währung investiert zu sein.
Der Forex-Markt war bis vor wenigen Jahren ausschließlich den Banken bzw. institutionellen Anlegern vorenthalten. Mittlerweile ist es aber auch Privatpersonen möglich, derartige Anlagen zu tätigen. Der große Vorteil des Forex-Handels ist hierbei die Möglichkeit der Hebelwirkung, wodurch der Einsatz pro Geschäft relativ gering ist. So werden die Einsätze mit Faktoren von 50-200 gehebelt, wodurch Gewinne und Verluste überproportional ausfallen. Wer beispielsweise auf 50.000 US-Dollar spekulieren möchte, benötigt bei einem Faktor von 100 lediglich eine Investitionssumme von 500 Dollar. Möglich ist dies, da Anleger nicht die Währung an sich, sondern lediglich das Recht auf den Kauf dieser Währung erwerben. Um Privatanleger vor dem Totalverlust ihrer Einlagen zu schützen, verfügen viele Forex-Systeme zudem über Mechanismen, die den Verkauf anstoßen, sobald ein Trade einen Verlust von beispielsweise 75% erreicht hat. Eine Nachschusspflicht, wie dies bei anderen Anlageformen möglich ist, gibt es beim Forex-Handel nicht.
Fazit: Der Devisenhandel ist eine wirkliche Alternative zu anderen Anlageformen wie Aktien oder Immobilien, denn auf diesem Markt kann binnen kurzer Zeit ein hoher Gewinn erzielt werden. Das Risiko im Devisenhandel sollten Anleger jedoch nie aus den Augen verlieren.