Der Bildungskredit stellt ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung konzipiertes und als Ergänzung zum klassischen BaföG gedachtes Förderinstrumentarium dar, das vor allem Studierenden bzw. Schüler in fortgeschrittenen Phasen ihrer schulischen oder akademischen Laufbahn zugestanden wird.
In erster Linie sind es also angehende AkademkierInnen, denen ein 'normales' BaföG nicht mehr zustünde, die jedoch dennoch auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, um ihr Studium zügig und vor allem auch mit gutem Abschluss beenden zu können. Daher ist der Bildungskredit eine Art Mini-Kredit zu günstigen Konditionen, der das Studium bzw. eine qualifizierte schulische Ausbildung fördert, indem er den Studierenden bzw. Auszubildenden und SchülerInnen zumindest finanzielle Erleichterung verspricht und ihnen erlaubt, das Augenmerk gezielt auf Uni und Schule und weniger auf Studentenjobs zu richten.
Der Bildungskredit ist ein Novum auf dem Kapitalmarkt mit seinen zahlreichen Produkten. Anders als Kleinstkredite bzw. Dispositionskredite, verlangt der Bildungskredit weder Sicherheiten noch horrende Zinsen von den Studierenden, noch nimmt er Referenz auf etwaiges bestehendes Kapitalvermögen der Studierenden bzw. deren Eltern. Somit bildet dieser günstige Kredit als Finanzinstrument eine Schnittstelle zwischen einkommensbezogenem (dafür aber zumindest bis vor einiger Zeit zinslosem) BaföG und Minikrediten mit hohen Zinsen und geforderten Sicherheiten.
Sehr günstige Konditionen beim Bildungskredit
Da die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) jene Kredite vergibt, sind die Konditionen sehr günstig, wenn auch der Kreditrahmen auf 7.200 Euro je Ausbildungsabschnitt begrenzt ist. Ähnlich der günstigen Zinssätze, sind auch die Rückzahlungsraten- und Zeiträume dieses Kredits sehr bequem: erst 4 Jahre nach Beantragung des Kredits ist die erste Rate fällig. Auch Stundungen können gewährt werden, da auch deren Zinsen sich weit unter marktüblichen Prozenten bewegen. Letztendlich dient der Bildungskredit dazu, Bildung sowohl für die Lernenden als auch den Staat bezahlbar zu machen, um ein zügiges Studium bzw. (schulische) Ausbildung gewährleisten bzw. ermöglichen zu können.